Wahres positives Denken

Wahres positives Denken

„Will ich etwas Positives schaffen in meinem Leben, muss ich lernen, meinen Gedanken eine positive Richtung zu geben.“

Positiv denken heißt nicht, sich von dem Negativen ab zu wenden, das Schlechte nicht sehen zu wollen.

Positiv denken heißt, zu erkennen, dass alles, was ist, mir dienen und helfen will, auch, wenn es schmerzhaft oder unangenehm ist.

Wie positives Denken funktioniert:

 

  1. Alles sehen, wie es ist.

Kennen Sie das auch? Sie ärgern sich über eine Sache, über eine Situation, einen Moment, eine Person und außer dieser einen Sache in dieser bestimmten Situation sehen Sie nichts Anderes mehr als Rot?

Wahres positives Denken, Illustration Manuela Gassner
Wahres positives Denken, Illustration Manuela Gassner

Diese Sichtweise ist jedoch einseitig und alles Andere als rundumblickend. Nicht alles ist negativ, schlecht. Das ist es nur, wenn Sie mit einem Tunnelblick durch eine Vergrößerungslupe auf einen einzelnen Aspekt sehen und alles Andere rundherum ausblenden.

Alles zu sehen, wie es ist, inkludiert Licht, wie Schatten, Positives, wie Negatives, alles Andere wäre einseitiges Sehen. Die Lösung ist daher: Alles zu sehen, wie es ist und alles zu akzeptieren. Blickt man rundherum, schmälert sich auch das Gewicht und die Größe des negativen Aspektes im Gesamtgleichgewicht automatisch und eine Lösung für das aktuelle Problem wird schneller sichtbarer.

  1. Das Gute im Negativen erkennen

Heue regnet es, darum kann leider Ihre geplante Reise an den See nicht stattfinden – dafür jedoch müssen Sie heute die Pflanzen im Garten nicht gießen.

Ihr gewünschter Artikel ist leider gerade ausverkauft, doch Sie entdecken auf der Suche nach einem Ersatz evtl. eine noch viel bessere Alternative?

Eine geeignete Übung, mit der man, fällt es auch noch so schwer, sich auf die Suche nach dem Guten im Negativen machen kann, heißt „Refraiming.“ (frame, engl.: Rahmen). Bei dieser Methode wird die Position und die Blickrichtung gewechselt, einem Problem wird ein neuer Rahmen gegeben. Bei der Übung des Refraimings versetzt man sich außerdem bewusst in das Problem und konfrontiert sich damit, anstatt es, z.B., zu verdrängen.

Vorgehensweise:

  • Ein DIN A4- Blatt wird mit einem schwarzen Rahmen mit Dingen befüllt, die Sie bei dem genannten Problem belaste(te)n.
  • Im nächsten Schritt wird ein weiteres DIN A4 Blatt mit gelben Rahmen befüllt, mit den Dingen, die an jener Problemstellung gut sind.

 

  1. Positiv formulieren

Wer kennt es nicht: Leicht gedachte Smalltalks, doch die Worte unserer Gesprächspartner ziehen uns regelrecht runter und wir werden alles Andere als leicht, evtl. merken wir dies aber auch gar nicht unmittelbar. In solchen Situationen haben wir uns gerade mit „Miesepetern“ ,„Schwarzsehern“, Negativdenkern oder unserer „Aber- Nachbarin“ unterhalten.

„Ihre Tochter ist aber süß!“ – „Ja, aber Sie haben keine Ahnung, wie sie sich benimmt, wenn etwas nicht nach ihrem Kopf geht.“ Doch nicht nur sind es oft unsere Gesprächspartner, sondern auch alt eingesessene Glaubenssätze, die früher als noble Schule galten, die sich in einem negativen Sprachgebrauch äußern. Sehr häufige Negativ- Formulierungen sind:

„Kein Problem!“, „Es war nicht schlecht:“, „halb so wild“, oder „Er/ sie ist mir nicht „zwida“ (zu wider). Noch schlimmere Varianten sind „Meine Wenigkeit“, „nicht unrealistisch“, „muss nicht sein“, oder „das wäre mir nicht unlieb“.

Solche Aussagen verwirren unbewusst, sind diese Formulierungen doch meist schwammig, negativ und ungenau. Positive Formulierungen hingegen motivieren uns und unsere Gesprächspartner und sind zielgerichtet(er). Hier eine kleine Gegenüberstellung:

Negative Formulierungen Positive Formulierungen
Ich lüge nicht. Ich sage die Wahrheit.
Das war nicht schlecht. Das war gut.
Er/ sie ist mir nicht „zwida“. Er/ sie ist mir sympathisch.
Das war halb so wild. Das war gut/ ungefährlich/ positiv/ das hat gut funktioniert.
Kein Problem. Sicher ist das möglich.
Das wäre mir nicht unlieb/ unrecht. Ja, gerne.
Meine Wenigkeit… Ich…
Das ist nicht unrealistisch. Das ist möglich.
Nicht jetzt Um … .00h.
Das muss nicht sein. Ja, gerne./ Nein, danke.
Das eilt nicht. Das hat Zeit.

 

  1. Wie innen, so außen

Wie oben, so unten. Wie unten, so oben.

(Hermes Trismegistos, ägyptischer Gott der Weisheit, 7 kosmische Gesetze).

„Meine Arbeitskollegen sind immer so missgelaunt am Arbeitsplatz!“ haben Sie sich vielleicht schon des Öfteren beschwert. Doch wie ist es um Ihre eigene Laune bestimmt? Begrüßen Sie Ihre KollegInnen mit einem Lächeln und sind Sie guter Stimmung, wenn Sie zur Tür herein kommen? Vermutlich nicht.

Man kann das Große im Kleinen und im Kleinen das Große erkennen. Und so, wie man innerlich ist, erlebst man auch seine Außenwelt. Die erlebte Außenwelt entspricht immer dem, was man selbst innerlich bist: Die Außenwelt ist also immer Ihr Spiegel. Sind Sie also in HARMONIE mit sich selbst, sind Sie gleichermaßen in HARMONIE mit der Außenwelt. Wenn Sie sich verändern, muss sich alles um Sie herum verändern.

Was Sie ausstrahlen, kommt auch wieder, wie ein Bumerang, zu Ihnen zurück!

 „Du lächelst, und die Welt verändert sich.“ (Buddha)

 

  1. Probleme sind für uns

Begriffsherleitung „Problem“ – „pro“ = für

Probleme sind (im oben genannten Sinne) also für uns!

Probleme sind Aufgaben, die uns/ Ihnen das Leben stellt. So ist jedes Problem ein Geschenk des Lebens an Sie, denn am Ende (in der Lösung) steht immer eine Erkenntnis. Und das ist es auch, worauf Sie sich konzentrieren sollten: nicht auf das Problem selber, sondern auf die Lösung!

Wichtig: Der beste Augenblick, eine Aufgabe zu lösen, ist immer dann, wenn sie sich stellt, denn der nächste Augenblick bringt eine neue Aufgabe.

 

  1. Misserfolge 

Sie haben einen Rückschlag erlitten, wurden enttäuscht, fühlen sich gebremst, obwohl Sie doch noch viel Größeres auf diesem Weg vorhatten? Bleiben Sie nicht stehen, sortieren Sie neu, gehen Sie weiter! Misserfolge sind nur Zwischenergebnisse auf dem Weg zum endgültigen Erfolg. Denn, auch wenn Sie sich Ihr Ziel gesteckt haben, so ist doch der Weg, ohne den Sie niemals dorthin gelangen würden, bereits das Ziel.

 

  1. Schwierige Aufgaben

„Immer ist irgendetwas!“ „Kann denn nie einfach alles mal gut gehen?“

Schwierige Aufgaben kommen auf uns, wollen gelöst werden, und sind – positiv gesehen – nichts Anderes als ein Kompliment des Schicksals an Ihre Fähigkeiten, diese zu bewältigen.

 

Think positive! 🙂  Alles Liebe,

Manuela