Ich werde nicht – ich bin!

Ich werde nicht – ich bin!

„Und ich werde nicht – ich bin!“ (Nena, „Wo ist mein Zuhause“)

Ich bin: In diesem Blog geht es um die oft vergessene Praxis des Seins und warum diese so wichtig für unsere Gesundheit ist.

„Sein“ ist d e r Grundbegriff der Philosophie und Metaphysik und doch nicht eindeutig definierbar.

„Auch das Sein oder Nichtsein ist kein bedeutungshaltiges Zeichen der Sache [von der es gesagt wird], auch dann nicht, wenn man das ‚seiend‘ an sich selbst nackt sagen würde, denn es selbst ist gar nichts, sondern bezeichnet eine gewisse Verbindung [zu etwas] hinzu, welche ohne das Verbundene nicht zu denken ist.“ (Aristoteles: Peri hermeneias 3. 16 b, 20−25)

Früh lernen wie, wie wir sein sollen, brav, tüchtig, artig, fleißig, höflich, vorsichtig und auch, wie nicht, schlampig, unordentlich, laut u.v.m. Denn wir sollen einmal … so und so sein, dies und jenes können und machen. Wir sollen auf jeden Fall: werden. Später nimmt der gut gemeinte Rat in der Schule „nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen“ auch den Fokus, wie die früheren Handlungsempfehlungen, von der Gegenwart weg und verlagert ihn in die Zukunft.

Im Moment leben

In der Gegenwart zu leben beinhaltet bereits alles. Denn: Ich handle jetzt aus Erfahrung und säe zugleich für die Zukunft. Vergangenheit und Zukunft sind jeweils vereint im gerade stattfindenden Moment.

Ein entsprechendes Prinzip des Tao etwa ist das WU WEI, das mit “Nichts tun” oder “nicht handeln” übersetzt wird. Nicht ist damit etwa Trägheit gemeint, sondern ein Wahrnehmen des eigenen Lebensflusses und ein damit im Einklang Handeln. Wie etwa eine wachsende Pflanze, die sich nicht etwa anstrengt, um zu wachsen, sondern dies einfach tut. Jeder einzelne Schritt der jeweilig stattfindenden Gegenwart dieses Wachstumsprozesses bedingt das Entstehen und Sein der Pflanze. Ein Werden wird also durch das Sein begründet!

Ein äquivalentes Konzept ist die Achtsamkeit des Buddhismus: Wenn ich esse, esse ich, wenn ich spiele, spiele ich, wenn ich gehe, gehe ich, … . Wenn man dies anwendet, entsteht eine spürbare Entschleunigung, eine Entspannung und zugleich Kräftigung, da uns der Fokus auf den aktuellen Moment erdet und damit Kraft verleiht.  Das Immunsystem und der gesamte Organismus haben ebenso in der Folge die Zeit, sich auf ihre aktuellen Aufgaben zu konzentrieren. Versuchen Sie dies daher immer öfter in Ihren Alltag einfließen zu lassen:

Um die Zufriedenheit des Momentes herbeizuführen, üben sich Yogis in einer Stufe des achtgliedrigen Pfades in der Genügsamkeit und Buddhisten sehen als eine von drei heilsamen Handlungen die Gierlosigkeit an. In unserer modernen, globalen Konsumgesellschaft eine besonders hart zu trainierende, aber natürlich dennoch nicht unmögliche Kunst! 🙂

Von Kindern lernen

Kinder zu beobachten lehrt die Praxis dieser Theorie. Kinder sind immer ganz bewusst und achtsam, in jedem einzelnen Moment. Lässt man sie, müssen sie nicht, was sie tun, sondern tun, was sie wollen, sind, wie sie sind und vor allem: sind einfach. Nehmen an, was gerade da ist, lassen los, was ihnen nicht gefällt. Je unbewusster und unstimmiger wir mit dem augenblicklichen Moment sind, desto deutlicher zeigen sie uns dies durch ihr Verhalten in unserem eigenen Spiegelbild. Und oft hören dann Eltern den drohenden/ erklärenden Ausbruch: „Lass mich!“

Eine passende Frage bei der Tagesrückschau nach dem Ikea- Prinzip könnte also lauten: Heute schon gewesen?

Viel Freude beim Praktizieren des Seins. 🙂

Alles Liebe,

Manuela

Nena: Wo ist mein Zuhause

„Hier ist mein Zuhause
Hier gehör ich hin
Ich hab den Ort gefunden
Und der ist hier in mir drin
Hier ist mein Zuhause
Und hier gehör ich hin
Ich hab mich nur verlaufen
Und ich werde nicht – ich bin.“

 

 

Weihnachtskekse – Es ist wieder soweit

 


Weihnachten steht vor der Tür & sie sind wieder da –

die Weihnachtskekse!

 

Heute möchte ich euch meine zwei Lieblingsrezepte von heuer vorstellen. Normalerweise bin ich immer ganz auf der traditionellen Schiene unterwegs, doch heuer wollte ich von vornherein etwas experimentieren.

Denn man glaubt gar nicht, wie so manch exotische Zutat wie Gewürze und vor allem auch Nüsse für süße und ganz besondere Advent-Genüsse sorgen.

◊ Gestern war der perfekte Tag ◊

Schon beim Einkaufen waren meine Einkaufstüten ein bisschen mit Schnee bedeckt und ich fühlte das perfekte Wetter zum Keksebacken. Voller Freude tanzte und backte ich in der Küche, im Hintergrund Weihnachtslieder von Michael Bublé. ♥ Einfach nur pures Weihnachtsfeeling.


  1. Zitronenkekse mit Kurkuma-Creme

Für die Creme:

Abrieb und Saft von einer Bio-Zitrone, 90g Rohrohrzucker, 1 Ei, 60g Butter, ¼ TL Kurkuma

Für den Teig:

120g Butter, 120g Rohrohrzucker, 3 Eigelb, 1 TL Vanillezucker, 150g Dinkelvollkornmehl, 150g fein gemahlene blanchierte Mandeln, 1 Prise Salz

  • Für die Creme alle Zutaten in einem Topf geben und verrühren. Bei geringer Hitze und unter ständigem Rühren erwärmen, bis die Masse eindickt. Beim Auskühlen dickt die Masse weiter ein und erreicht so eine streichfähige Konsistenz. Zum Abkühlen in ein Marmeladeglas füllen.
  • Für die Teigzubereitung Butter und Zucker cremig rühren. Eigelb und Vanillezucker untermischen, dann Mehl, Mandeln und Salz dazugeben. Alles zu einem glatten Teig verarbeiten, anschließend in eine Frischhaltefolie einwickeln und für 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
  • Nun den Backofen auf 175°C vorheizen. Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche ca. 4mm dick ausrollen und Kekse ausstechen. Die Hälfte mit einem Loch in der Mitte versehen.
  • Kekse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen, ca. 10 Min. goldgelb backen. Anschließend abkühlen lasse, mit Creme bestreichen, zusammenkleben und mit Staubzucker bestäuben.

 

  1. Kokoswürfel mit Schokoraspeln

Für den Teig:

65g Butter, 65g Rohrohrzucker, 1 TL Vanillezucker, 1 Prise Salz, 2 Eigelb, 80g Dinkelvollkornmehl, 50g geraspelte Zartbitterschokolade (mind. 60% Kakaoanteil)

Für den Belag:

120g Kokosraspeln, 2 Eiweiß, 1 Prise Salz, 65g Rohrohrzucker, 1 TL Vanillezucker, 1 TL Saft von 1 Bio-Zitrone, 1 EL Magertopfen, 1 TL Rum, event. 1 Tropfen Bittermandelaroma, 1 TL Dinkelvollkornmehl

  • Den Backofen auf 160°C vorheizen. Für die Teigzubereitung Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz ca. 3 Minuten cremig rühren. Anschließend Eigelb hinzugeben und weitere 3 Minuten rühren. nun das Mehl untermischen. Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Backform (20x30cm) geben und mit angefeuchteten Händen verteilen und in Form bringen. Den Teig auf ca. 4mm streichen und dann für 12 Minuten goldgelb backen. Aus dem Ofen nehmen und sofort mit den Schokoraspeln bestreuen.
  • Für den Belag die Kokosraspeln in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze anrösten. Aus der Pfanne nehmen und abkühlen lassen.
  • Das Eiweiß mit dem Salz steif schlagen. Zucker und Vanillezucker portionsweise hinzumischen und die Masse weiterschlagen (bis sie glänzt). Zitronensaft, Topfen, Rum und nach Belieben Bittermandelaroma unterrühren.  Kokosraspel mit 1 TL Mehl vermischen und unterheben.
  • Die Masse auf den Teigboden verstreichen und für ca. 12 Minuten backen. Darauf achten, dass die Masse hell bleibt. Aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und dann mit einem scharfen Messer in viereckige Würfel schneiden.

Schon beim Backen lassen wir uns gerne verführen, naschen ein bisschen nebenbei und sehen gleichzeitig vor Augen die Kilos auf der Waage steigen.

Das soll nicht sein!

Naschen Sie bewusst in Gesellschaft gemeinsam mit Freunden & Familie. Halten Sie sich jedoch vor Augen, dass Kekse eine Süßigkeit sind und wir diese nur zu einem gewissen Maß zu uns nehmen sollten, denn sie rufen in uns den sogenannten Kopfhunger hervor, der Lust auf viel mehr Süßes macht. Achten Sie auch darauf, dass Sie nicht zum Stressesser in der Vorweihnachtszeit werden, mit all den Vorbereitungen und Erledigungen die zu dieser Zeit anfallen, die uns jedoch eine schöne Zeit bescheren sollten.

 ♥ Gutes Gelingen, freudiges Verkosten & eine sinnliche Vorweihnachtszeit ♥

wünscht euch eure Verena!